Himmel und Hölle – Teil 7
“Himmel und Hölle. So ein Satansbraten” wird als Leseprobe in mehreren Teilen in der unsichtbaren Bibliothek veröffentlicht. Dies ist bereits der siebte Teil. Wenn Du die Geschichte von Anfang an lesen möchtest, dann klicke bitte hier. Der siebte Teil ist auch das Ende der Leseprobe. Wenn Du gerne mehr lesen möchtest, freue ich mich über eine E-Mail oder einen Kommentar vor Dir.
Die große Zampano (Fortsetzung)
Hier kam der Zug zum Stocken. Vor dem Haus der großen Zampano hatte sich eine Heerschar teuflischer Gestalten versammelt. Da niemand dem Haus zu Nahe kommen wollte, schließlich konnte sich ja jederzeit einer der schlimmen Flüche sich von der Haustür lösen und wer weiß was anstellen, gab es direkt vor dem Haus einen kreisrunden freien Platz. Aber da die dunkle Nebenhölle eine kleine Hölle war, standen die Unholde, Quälgeister und Dämonen dicht gedrängt an den Wänden. Familie Teufel zwängte sich durch die versammelte Menge und stand dann allein in dem leeren Kreis vor dem Haus der Zampano. Herr Teufel schluckte. Auch wenn der große Herr der Hölle sicherlich von nichts Angst hatte, hatte er doch ein flaues Gefühl wenn er an die Haustür dachte. Und die zwölf Söhne des Teufels waren brav und still wie selten.
„Jetzt, um 12.00 Uhr, wenn die Mittagssonne am höchsten steht, fragen wir die große Zampano um einen Namen für… nun, für meinen jüngsten Spross.“
„Hipp hip hurra!“ schrieen alle Anwesenden und pressten sich dabei noch etwas weiter gegen die Wand der Hölle. Denn die Haustür der großen Zampano öffnete sich wie von Geisterhand.
Herr Teufel nahm all seinen Mut zusammen, nicht dass er Angst hätte, ein Teufel hat vor nichts Angst und schritt mit dem Baby ins Haus. Frau Teufel und ihre Söhne warteten auf dem freien Platz auf seine Rückkehr. Im Haus war es dunkel und es roch modrig. Noch in der Diele kam ihm die große Zampano entgegen.
„Teufel, Herr der Hölle, Du bist gekommen um nach einem Namen für Dein jüngsten Kind zu fragen!“
Puh, dachte der Teufel, die große Zampano hat wirklich magische Kräfte. Sie wusste das mit dem Namen. Zudem sah sie wirklich gruselig aus. Sie trug ein schwarzes Spitzenkleid mit tiefem Ausschnitt und man sah wie alt und faltig sie war. Ihre dunkeln Augen lagen tief, ihre Nase war spitzt und auf ihrem Kopf war kein Haar zu sehen. Sie hat ihre knotige und fahle Hand und hielt sie über das Körbchen mit Teufels Kind.
„Sie wird Esmeralda heißen.“
„Esmeralda?“
„Ja, Esmeralda Schisselladeng Teufel.“
„Woher weißt Du, dass…?
„Ich bin die GROSSE ZAMPANO“, brüllte die alte Frau und kicherte unheimlich in sich hinein. „Und nun geh, Herr Teufel.“
Draußen vor der unheilvollen Haustür richteten sich alle Augen auf Papa Teufel und das Körbchen in seiner Hand. Ein Raunen und tuscheln ging durch die Menge. Wie würde nun der neue Fürst der Finsternis heißen?
„Sie… sie wird Esmeralda heißen“, brachte der Teufel stockend hervor.
Die Stille wurde nur vom Kichern des Quälgeists der alkoholbedingten Kopfschmerzen unterbrochen.
„Ein Mädschen? Macht nischts, so wasch kann jedem Mal passchieren.“
Und damit schien alles gesagt.
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