Kanadisch für Spione
“Kanadisch für Spione” wird als Fortsetzungsroman in der unsichtbaren Bibliothek veröffentlicht. Dies ist bereits der achtundzwanzigste Teil. Wenn Du die Geschichte von Anfang an lesen möchtest, dann klicke bitte hier.
Kanadisch für Spione (Fortsetzung)

- Teil 28 von Kanadisch für Spione
Mr. Smith lächelte. Oh, Cyrillus war ein Profi. Die kanadischen Gesetze erlaubten den Besitz und Verkauf von Kopien religiöser Werke ausdrücklich. Eine gute Wahl. Er überlegte, ob er nicht selbst die Ikone übergeben wollte. Von Angesicht zu Angesicht. Einen kühlen Blick in das Gesicht einer würdigen Gegenspielerin. Aber, wozu hatte er den Chinesen? Es war wichtig, nach außen hin nur die Nummer Zwei zu sein. Diese Vorsicht hatte dafür gesorgt, dass sein Gesicht auf keinem Fahndungsplakat auftauchte, seine Fingerabdrücke in keiner Datenbank der Welt gespeichert waren und auch von den „Kollegen“ niemand auf seinen Kopf scharf war. Nein, der Chinese sollte die Übergabe durchführen. Allerdings, … Mr. Smith dachte an die weißen Päckchen. Er hatte den Chinesen beobachtet. Es schien schlimmer zu werden. Er brauchte nun mindestens vier am Tag. Und immer eingeschweißt. Mr. Smith begann sich zu fragen, ob der Chinese langfristig der richtige Geschäftspartner sei.
Der Dicke und der Dünne ließen Luigi im Auto, als sie Hamburger und Fritten kaufen gingen. Sie hätten ihn ja auch schlecht mitnehmen können.
„Und wir haben wieder die ganze Drecksarbeit am Hals. Den Koffer für den Chinesen abholen, den merkwürdigen Kanadier nach Hause fahren und, und, und“, brachte der Dicke zwischen zwei großen Bissen in seinen Hamburger hervor.
„Hast Du gesehen, wie seltsam der Kanadier diese hässliche Ikone anschaut? Er faselt die ganze Zeit von seinem „Meisterwerk“. Pah.“
„Mit nach Kanada dürfen wir auch nicht. Aber die Arbeit am Flughafen haben wir. Von Luigi ganz zu schweigen.“
„Wann hältst Du den richtigen Zeitpunkt für gekommen?“
„Hä?“
„Na, sich von Luigi zu trennen“, flüsterte der Dünne. Seine Stimme hörte sich dabei leider nicht professionell, kalt und selbstbewusst an. Es war eher ein Hauchen im Stimmbruch. Aber der Dicke war zu sehr mit dem Verschlingen seines zweiten Burgers beschäftigt, als dass er ein kaltes Flüstern von einem unsicheren Hauchen hätte unterscheiden können.
In der Kantine, oder auch SE, legte März sich ein rohes Schnitzel auf das zuschwellende Auge. Ja, diesen Schlag hatte er verdient. Er hatte nur nicht geahnt, dass die Französisch-Lehrerin so fest zuschlagen würde.
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